Dec
29
Mir ist absolut klar, dass es sehr geteilte Meinungen zum gerade hinter uns liegenden, jährlich wiederkehrenden Weihnachtsfest gibt. Die letzten Male gehörte ich noch zu den Weihnachtsgegnern - dieses Mal nicht. Warum nicht? Lasst es mich kurz erklären.
Weihnachten ist nicht nur das angeblich höchste Fest des Christentums (das ist nämlich Ostern!), sondern auch Teil der Kultur, in der wir leben und mit der wir groß geworden sind. Weihnachten ist die Zeit, in der man zurückkehren und einkehren kann, ein wenig zur Ruhe kommen. An Weihnachten wird in keiner Firma gearbeitet, haben die Läden geschlossen. Man kann sich gar nicht richtig stressen, auch nicht selbst. An Weihnachten trifft man die Leute wieder, mit denen man einen Teil des Lebens zusammen verbracht hat - seien es Schulfreunde oder Leute aus dem Ort, in dem man mal wohnte -- oder die Familie. Denn sie kehren ebenfalls zurück, wenn auch nur für ein paar Tage. Dieses Zurückkehren, das hat etwas Schönes, Heimeliges.
Darauf habe ich mich dieses Jahr gefreut, auch wenn es nur ganz kurz war. Und deshalb war es auch nicht nur eine bloße Floskel, wenn ich "Frohe Weihnachten" gesagt oder geschrieben habe, sondern der Wunsch nach der Erfüllung dieses Rückkehr-Gefühls. Das steht über Konsumterror, Familienstreit und womit man sich Weihnachten sonst noch madig machen kann. 



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