Apr 19
First of all, read http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,411910,00.html. Then go on reading this article.

In dem Artikel heißt es:
Die Anbieter hätten ein Interesse, dass bezahlte Werbeclips auch wahrgenommen würden, schließlich sei das ja ihre Haupteinnahmequelle.
Und wenn das so weitergeht, dann hat der Zuschauer überhaupt kein Interesse mehr daran, überhaupt noch irgendwas (die verrückten Fußballfans mal ausgenommen, aber dafür gibt's ja Pay-TV) wahrzunehmen. Mir zumindestens reicht's schon lange, vom Fernsehen als Medium habe ich mich verabschiedet. Ich habe kein Interesse daran, beim Schauen eines Films alle 20 Minuten zu erfahren, welche Suppe am leckersten schmeckt, welches Waschmittel die bunten Farben aus meinen Hemden entfernt und welches Deo ich benutzen muss, damit die Frauenwelt mir zu Füßen liegt.

Der Autor hat recht, wenn er schreibt:
Die Frage ist allerdings, ob sich ein derart in seinen Funktionen beschränkter Videorecorder auch gut verkaufen lässt.
Ich würde mir natürlich wünschen, dass das keinen Erfolg hat. Allein schon der Gedanke, dass andere Hersteller bei Philips löhnen müssen um eine derartige Beschränkung in ihre Geräte einbauen zu dürfen, ist hinreichend absurd. Aber möglich ist alles: auch DRM wird als Feature verkauft. Er schließt mit der Frage, die mir beim Lesen gleich zu Beginn kam:
Wie der Zuschauer am Gang zum Kühlschrank während der Werbung gehindert werden soll, darüber steht nichts in der Patentschrift. Aber den Philips-Ingenieuren wird da sicher auch noch etwas einfallen.
Genau. Oder daran, während der Werbung kacken zu gehen. Um von 2 Stunden 30 Minuten auf dem Häuschen verbringen zu können, müsste man tagsüber eine ganze Menge essen, aber das nur nebenbei bemerkt.
Die Lösung liegt auf der Hand: Philipps arbeitet an einem Patent für Handschellen, die am Sofa befestigt werden. Deren Schlösser werden elektronisch gesteuert; sie sind über Funk an das Fernsehgerät angebunden. Wird durch den Sender das im Spiegel-Artikel erwähnte Flag für die Werbung gesendet, dann prüfen sie anhand des unter die Haut implantierten RFID-Chips, ob der (richtige) Zuschauer seine Handgelenke darin eingeschlossen hat, während die Blickrichtung des Zuschauers sowie die Bewegung seiner Augen durch eine oberhalb des Fernsehgeräts befestigte Kamera mit entsprechender Sensorik getrackt wird. Weicht der Blick mehr als eine Minute pro Werbepause von der Flimmerkiste ab, so kann der Rest des Films nicht mehr empfangen werden.

Schließlich bezahlen die Unternehmen ja dafür.


Posted by Andreas Lenz

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1 Comments

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  1. Cornelia says:

    Forschungen haben ergeben, das die meisten die Werbepause als Toilettengang nutzen oder auf ein anderes Programm umschalten. Das heißt die Werbung wird zum Teil nicht wahrgenommen, da sie als nervig empfunden wird. Andererseits lässt auch das zunehmend schlechte Fernsehprogramm sehr zu wünsche übrig, so dass das abschalten des Fernsehers am sinnvollsten ist.

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