May 22
Da ich auf der Suche nach einer neuen Digitalkamera bin, habe ich mir vorab erst einmal überlegt, was die denn alles können soll, welche Features lediglich einen nice-to-have-Status haben und worauf ich gänzlich verzichten kann. Ein Feature, angesiedelt irgendwo zwischen nice-to-have und must-be ist das Geo-Tagging, im speziellen: die automatische Auszeichnung der Photos mit den GPS-Koordinaten des Ortes der Aufnahme im EXIF-Header (wofür die Kamera natürlich auch einen entsprechenden Empfänger braucht).

Eine erste Recherche im Netz ergab dann allerdings, dass es sich dabei nicht um ein im breiten Sinne nachgefragtes, deshalb auch nicht häufig produziertes und geliefertes Feature handelt. Lediglich Nikon bietet in dem Bereich eine Lösung für die passenden Kameras an, allerdings für teures Geld (würde den Preis der Kamera vereineinhalbfachen).

Also dachte ich mir: das muss auch anders gehen. Eigentlich würde es vollständig reichen, ein GPS-Gerät mit Log-Funktion (natürlich mit Aufzeichnung in hinreichend kleinen Abständen) und Datenschnittstelle mitzuführen. Aus den dessen Logdateien und dem Zeitpunkt der Aufnahme lässt sich dann leicht die Aufnahmekoordinate des Bildes zuordnen, ein kleines Skript könnte dann den EXIF-Header des Bildes entsprechend anpassen. Also nichts anderes, als das hier beschriebene Verfahren.

Im Anschluss an diese Erkenntnis erneut recherchiert und zu dem Ergebnis gekommen, dass es zwar Geräte für dieses Geo-Logging bereits gibt, ein Gerät jedoch für genau meinen Anwendungsfall: das hier (mit Card-Reader/Writer, der automatisch nach Bild-Dateien auf der Karte sucht und die passenden Koordinaten in den EXIF-Header des Bildes schreibt). Und sogar noch erschwinglich. Sollte ich das Ding mal angeschafft und verwendet haben, werde ich an dieser Stelle auf jeden Fall über die Erfahrungen damit berichten. Im Moment weiß ich jedoch noch nicht so genau, ob ich nicht doch lieber ein "richtiges" GPS-Gerät mit Log-Funktion anschaffen soll...

Hat der geneigte Leser vielleicht Erfahrungen mit so einem Gerät hinsichtlich der Konfigurierbarkeit (zeitliche Abstände der Einträge), der Genauigkeit des Empfängers und der Anbindungsmöglichkeiten an einen Rechner? In diesem Fall bitte ich ihn, von der Kommentarfunktion dieses Blogs Gebrauch zu machen! :-)

Posted by Andreas Lenz

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1 Comments

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  1. Rabe Ralf says:

    Hi Andi, GPS-Empfang scheint viel Strom zu brauchen. Mein Garmin Forerunner hält gerade mal zehn Stunden, meine Lumix dagegen Wochen. Das könnte auch ein Grund sein, dieses Feature nicht in Kameras zu integrieren.

    Ich würde beim Kauf vor allem auf ein von gpsbabel verwertbares Ausgabeformat (möglichst GPX) achten. Letzteres Programm ist äussert hilfreich um GPS-Daten nachzubearbeiten (transformieren, Zeitraum ausschneiden, Punkte minimieren usw.). Ich weiss nicht, ob das genannte Teil auch Daten ausspuckt, falls nicht, hast Du wohl mehr von einem Logger. Zum Beispiel kannst Du bei GPSVisualizer.com super Karten von Deinen Touren erstellen lassen.

    Eine gute Hardware-Übersicht findet sich bei OpenStreetMap: http://wiki.openstreetmap.org/index.php/GPS_Reviews
    - Schöne Grüße, Ralf

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